Significante

– Philosophische Betrachtungen und Denkanstöße –

Früh-Neuzeitliche Philosophen

Die Philosophie der frühen Neuzeit (ca. 1400–1800) ist ein Abschnitt der Philosophiegeschichte, der einerseits vom neuen naturwissenschaftlichen Weltbild (seit Nicolaus Copernicus und Galilei) und den dazugehörigen mathematischen Methoden (analytische Geometrie, Analysis) bestimmt war, andererseits nahm sie in der Theorie die politischen Umbrüche vorweg, die in der Französischen Revolution gipfelten. Die Philosophie der frühen Neuzeit umfasst die Renaissance und den Humanismus, den Barock, den Absolutismus und die Aufklärung.

Der Ansatz des Rationalismus stand im Widerstreit zu dem des Empirismus. Die Unterscheidung lässt sich sinnvollerweise so formulieren: Ein Rationalist legt seiner philosophischen Welterklärung vor allem die vernünftige Schlussfolgerung zuGrunde, während ein Empirist in seiner philosophischen Welterklärung nur solche Hypothesen akzeptiert, die sich auf sinnliche Wahrnehmung zurückführen lassen. Allerdings sind in den Texten aller rationalistischen Philosophen auch empiristische Elemente zu finden und umgekehrt. Als Begründer des Rationalismus gilt vor allem René Descartes. Andere Denker, zum Beispiel der niederländische Philosoph Baruch Spinoza und der deutsche Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz, entwickelten den cartesianischen Rationalismus weiter. Der erkenntnistheoretische Rationalismus fand auch in anderen Bereichen der Philosophie Verwendung. Bedeutung bekommt die Frage, ob Wissen durch Erfahrung erlangt wird oder nicht. Rationalistische Philosophen (Descartes, Spinoza, Leibniz, Baumgarten) sind der Ansicht, dass es angeborene Ideen gibt und dass Vernunft bereits im Denken eines jeden Menschen verankert ist. Für Empiristen dagegen (Bacon, Locke, Berkley, Hume, Condillac) sind Erkenntnisse erst aus Erfahrung möglich. Diese Gegenüberstellung der zwei Strömungen gibt es seit dem 18. Jhd. und wird heutzutage von einigen Philosophie-Historikern kritisiert.

Erasmus von Rotterdam

1467 - 1536

Michel de Montaigne

1533 - 1592

Thomas Hobbes

05.04.1588 - 04.12.1679

René Descartes

1596 - 1650

Baruch de Spinoza

1632 - 1677

John Locke

1632 - 1704

Gottfried Wilhelm Leibniz

1646 - 1716

Voltaire

1694 - 1778

David Hume

1711 - 1776

Jean-Jacques Rousseau

1712 - 1778